Zum 4. Mal findet von Freitag, 30. Juli bis Sonntag, 1. August, in Eisenach ein Treffen der Fans der Fleischer-Busse statt. Der letzte Fleischer-Bus wurden 1989 vom Band gelassen – der erste 1958 mit einer selbstragenden Karosserie ausgeliefert. Die DDR deklarierte 1960 die neuen Busse mit dem silbernen F zu „Reparaturumbauten“ um. Erforderlich war das, weil der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe damals beschlossen hatte, dass Busse nur noch in Ungarn produziert werden dürfen. War der Fleischer-Bus bis dato eher rund, kam ab Mitte der 1960er ein kantigeres Modell. An Komfort ließ dieser Bus nichts vermissen, denn auch er verfügte über ein WC, Schlafsitze, Tische sowie einen Kühlschrank, Kaffeemaschine, Fernseher, Tonband, Waschbecken und eine Garderobe. Schnell wurde der Fleischer-Bus zum „Mercedes des Ostens“. Die Erfinder des Busses aus Gera wurden 1972 mit einer Abfindung enteignet und aus der Firma wurde der VEB Karosseriebau Gera.
Seit dem Fall der Mauer findet sich die bundesweit verteilte „Fleischer-Familie“ im Zwei-Jahres-Abstand. Im Jahre 2004 war es in Berlin, 2006 im sächsischen Sebnitz, 2006 im brandenburgischen Kloster Lehnin und nun in Eisenach. Diesmal soll es eine ganz besondere Show werden, denn neben 16 Fleischer-Busse aus den neuen Bundesländern und Berlin, werden auch viele ehemalige Werksmitarbeiter erwartet.
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